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Fotografieren lernen Teil 6 – Filter

Fotografieren lernen Teil 6 – Filter

In der Fotografie gibt es die verschiedensten optischen Filter. Sei es farbliche Filter um dem Bild schon beim fotografieren einen bestimmten Farblook zu verpassen oder Filter um Spiegelungen und Reflektionen zu vermeiden.

In diesem Teil werden die 3 wichtigsten bzw. häufigst angewandten Filter genauer vorgestellt. Der Polfilter, der Graufilter und der Grauverlaufsfilter.
Entgegen vieler anderer Meinungen ist ein UV Filter in der digitalen Fotografie nicht notwendig. Der einzige Anwendungszweck für solch ein Filter besteht darin das Objektiv zu schützen. Allerdings sollte bedacht werden das jeder Filter auch eine bestimmte Menge Licht schluckt und dadurch das Bild qualitativ schlechter wird.

 


Polfilter


 

Sobald Licht auf einen festen Körper trifft wird dieses mehr oder weniger reflektiert. Dieses reflektierendes Licht hat die Eigenschaft dann den Kontrast und die Farben des Motivs teilweise abzudecken und somit auch abzuschwächen.
Diese Eigenschaft kann man sehr gut an Fensterscheiben sehen. Das Glas wirkt auf den ersten Blick undurchsichtig. Dennoch kann man nicht ungehindert hindurch Blicken da das Glas zu sehr von Refelektionen überlagert wird

Genau hier kommt der Polfilter zum Einsatz. Eigentlich heißt der Polfilter richtig Polarisationsfilter. Der Filter ist so ausgelegt das nur Licht einer bestimmten Polarisation durchgelassen wird. Der Polfilter ist auch noch im aufgeschraubten Zustand drehbar. Je weiter jetzt die Schwingungsache des polarisierten Lichts von der Stellung des Filters abweicht wird umso stärker gefiltert.

Um beim Beispiel mit der Glasscheibe zu bleiben. Der Polfilter wird nun so lange gedreht bis die Glasscheibe nahezu durchsichtig erscheint und man die Objekte hinter der Glasscheibe gut erkennen kann.

Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist es den Himmel möglichst blau mit dem Polfilter zu bekommen. In der Luft befinden sich winzige Partikel die ebenfalls das Licht reflektieren. Mit dem Polfilter kann genauso wie bei der Glasscheibe diese Reflektionen gefiltert werden.

Ein Polfilter hat allerdings noch einen kleinen Nachteil. Sobald Licht gefiltert wird bedeutet dies auch weniger Licht für Sensor. In etwa sind das 1-2 Blendenstufen die man dadurch verliert. Benötigt man nun für ein Motiv f/8 benötigt man mit aufgeschraubten Polfilter in etwa f/5,6 oder f/4. Alternativ kann auch die Verschlusszeit um 1-2 Stufen verlängert werden.

 


Graufilter


Den Graufilter kann man sich wie eine Sonnenbrille für das Objektiv vorstellen. Der Filter, der genauer gesagt Neutraldichtefilter heißt, elemeniert auch keine Spiegelungen. Er hat nur die Aufgabe eigentlich wichtiges Licht zu klauen.

Der Graufilter wird genau da angewandt wo wir möglichst lange Verschlusszeiten benötigen.

Wenn das Umgebungslicht aber derart hell ist wird das Bild ohne Graufilter, auch bei geschlossener Blende, in der Regel überlichtet sein.
Mit Graufilter kann nun auch bei hellen Umgebungslicht länger belichtet werden.

Es gibt verschiedene Ausführungen von Graufiltern. Jede Ausführung erlaubt es unterschiedlich lange zu belichten.
Es gibt auch variable Graufilter. Legt man allerdings Wert auf qualitativ Hochwertige Bilder sollte man unbedingt einen großen Bogen um die variablen Graufilter machen. Es empfiehlt sich lieber ein Set zu holen.

Am besten eignet sich ein Set mit ND8, ND64 und ND1000.

ND8
Erzielt den gewünschten Effekt nur bei wenig Sonnenlicht. Eignet sich am besten für Sonnenuntergänge.

ND64
Ein echter Allrounder. Es lassen sich gut samtig weiches Wasser erzielen. Auch schnell fließendes Wasser kann sehr gut mit dieser Ausführung eingefroren werden.

ND1000
Mit dieser Ausführung kann auch bei sehr hellem Sonnenschein lange Belichtungszeiten erzielt werden.

 


Grauverlaufsfilter


Beschäftigt man sich mit Graufiltern fallen einem auch sehr schnell Grauverlaufsfilter ins Auge.

Diese Filter sind nicht durchgehend getönt sondern haben einen Verlauf der von der einen Hälfte grau zu der anderen Hälfte klar ist.

Diese Filter haben häufig nur eine Anwendung.

Fotografiert man ohne einen Grauverlaufsfilter an sonnigen ein Motiv dann ist das Motiv korrekt belichtet allerdings der Himmel ist überbelichtet und blass. Man spricht davon das der Himmel ausbrennt.
Nun könnte man natürlich seine Belichtungzeit dem Himmel nach abstimmen. Dann wird allerdings das Motiv unterbelichtet werden.

Hier kommt jetzt der Grauverlaufsfilter zum Einsatz. Mit diesem kann gezielt der Himmel abgedunkelt werden. Die Belichtungszeit kann nun auf das Motiv eingestellt werden. Die Überbelichtung des Himmels wird nun durch den getönten Teil des Filters abgedeckt. Als Ergebnis erhält man ein korrekt belichtetes Motiv und ein korrekt belichteten Himmel in dem auch noch die Details erkennbar sind.

 

 

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